Segel

Maßstab für Qualität und Leistung. Seit...

Das Wort Design wurde 1995 von Roberto Ricci in Italien...

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Das Rigg/Segel:

Der Mastfuß am Surfbrett ist über eine freibewegliche Verbindung ? den Powerjoint ? mit dem Rigg verbunden. Das Rigg besteht aus einem biegefähigen Mast (gegebenenfalls mit einer Mastverlängerung), einem Gabelbaum zum Festhalten und dem Segel. Während zunächst Mast und Gabelbaum noch recht umständlich nur durch Tampen verbunden waren, wurde zurückgehend auf eine Erfindung von Karl Robert Kranemann aus 1984 durch die Fa. Schütz Werke GmbH & Co. KG, Selters mit den Marken ART und Fanatic eine Schnellspannverbindung am Markt eingeführt. Kranemann erteilte weiterhin auch der Fa. Mistral eine Lizenz. Die Schnellspannverbindung hat sich im weiteren Verlauf durchgesetzt und ist heute Standard.

Der Mast besteht aus glasfaserverstärkten Kunststoffen und kann zur Gewichtsersparnis mit Carbon verstärkt sein. Die Kennzahl IMCS (?Indexed Mast Check System?) des Mastes bezeichnet die Masthärte und -steifigkeit und muss auf die Vorgabe des Segelherstellers abgestimmt sein. Je niedriger der Wert ist, desto weicher ist der Mast. Je nach Segel werden meist Masten von 360 cm bis 580 cm Länge verwendet.

Neben dem SDM-Mast (Standard Diameter Mast) gibt es seit etwa 2000 deutlich dünnere Masten, die als RDM-Mast (Reduced Diameter Mast) bezeichnet werden. Die RDM-Masten zeichnen sich durch einen verkleinerten Radius bei erhöhter Wandstärke aus. Ein SDM-Mast hat am Mastfuß einen Innendurchmesser von 48.5 mm, beim RDM-Mast beträgt er 33 mm. Bei gleicher Steifigkeit erfordert der kleinere Durchmesser eine größere Wandstärke des Masts, wodurch er schwerer ist.

Beispiel:

  • RDM-Mast: 430 cm, 100 % Carbon, IMCS 21, Gewicht: 1850 g
  • SDM-Mast: 430 cm, 100 % Carbon, IMCS 21, Gewicht: 1480 g

Der Hauptvorteil eines RDM-Masts besteht in der besseren Anströmung des Segels. Viele Windsurfer schätzen auch das bessere ?Flexverhalten? bei Freestylemanövern.

Der Gabelbaum besteht aus Aluminium- oder Carbonholmen und dient zum Aufspannen des Segels und als Haltegriff für den Sportler. Die Länge des Gabelbaumes ist verstell- und arretierbar, um das Segel optimal abstimmen zu können.

Ein modernes Windsurfsegel besteht aus Monofilm (durchsichtige Polyester-Folie, Mylar) und Dacron (gewebtes Polyester), teils Mylar-beschichtet. Je nach Preisklasse des Segels werden besonders beanspruchte Teile mit Kevlar-Gewebe verstärkt. Für einen besseren Vortrieb und einen stabilen Druckpunkt verfügen sie über mehrere, teilweise durchgehende, Segellatteen. Sehr leistungsfähige Segel haben Camber, mit denen sich die Segellatten am Mast abstützen. Dadurch wird die Druckpunkt- und Form-Stabilität nochmals erhöht; das Handling in Manövern verschlechtert sich jedoch. Die Segelfläche kann zwischen 1,5 m² (für Kinder) und 12,5 m² liegen und richtet sich nach dem Körpergewicht, dem Können und maßgeblich der Windstärke.

Bekannte Marken: Neilpryde, Gaastra, Severne, Vandal, RRD, Naish, Goya, Point-7, North Sails, Avanti Sails, Challenger Sails, Ezzy Sails, Gun Sails, Simmer Sails und Loft Sails

Quelle: Wikipeda